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Ankündigung: Andorra

Schüler aus den Theater-AGs von Frau Poit und Frau Schindler proben zurzeit ein Theaterstück. Es trägt den Titel "Andorra" und wurde von Max Frisch verfasst.

Das Theaterstück spielen überwiegend Oberstufenschüler, aber auch zwei Mittelstufenschüler sind beteiligt.

Die Aufführungen finden am 7.6 vormittags für alle 9. Klassen und am 8.6 abends um 19.30 für die Öffentlichkeit statt. Beide Aufführungen werden an der Greta-Schoon-Schule im Osseweg in Leer dargeboten.

Zum Inhalt des Theaterstücks:

Das Stück, das mittlerweile als Sinnbild für stereotypes Denken und vorurteilsgesteuertes Verhalten gilt, spielt in einer nicht näher bestimmten Zeit in Andorra. Gemeint ist natürlich nicht der wirkliche Kleinstaat dieses Namens in den Pyrenäen (...). Max Frisch selbst nennt sein Stück ‚Andorra’ ein Modell". Hier begegnet der Zuschauer dem jungen Andri, dem Pflegesohn des Lehrers Can. Der Lehrer hat ihn nach seiner Darstellung als Judenkind aus dem Nachbarland gerettet, dem Land der "Schwarzen", wo er angeblich der lebensbedrohlichen Verfolgung durch dieses Volk ausgesetzt gewesen war.

In Wirklichkeit aber ist Andri der leibliche Sohn Cans und der Senora, einer Schwarzen von drüben, was aber niemand weiß, auch Andri nicht. So sehen die Andorraner in ihm den typischen Juden und behandeln ihn nach diesem vorgefassten Bild. Unter dem Zwang der stereotypen Vorstellungen und der an ihn herangetragenen Vorurteile übernimmt Andri nach und nach dieses Bild des Juden und sieht sich schließlich in seinem Anderssein bestätigt, als ihm Can die Heirat mit seiner Tochter Barblin verweigert.

Von dieser ihm auferzwungenen Identität rückt er auch dann nicht mehr ab, als ihm nach einem Besuch der Senora seine wahre Herkunft mitgeteilt wird. Die Senora wird vor ihrer Abreise von einem Steinwurf getötet. Deshalb rücken die Schwarzen in Andorra ein, was die Andorraner veranlasst, Andri für den Mord an der Senora verantwortlich zu machen.

In einer spektakulären "Judenschau" wird Andri von den Schwarzen als Jude "identifiziert" und schließlich ermordet. Der Lehrer bezeugt zwar öffentlich die Wahrheit, aber niemand glaubt ihm. Da er mit seiner mit dieser Schuld nicht mehr leben kann, erhängt er sich schließlich in einem Schulzimmer, seine Tochter Barblin verfällt in geistige Umnachtung.

 

Es folgen ein paar Eindrücke von den Proben:

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