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Wald-Exkursion

Am 10. Juli 2014 unternahmen die Biologie Leistungskurse unter der Leitung von Frau Bley und Frau Helbig eine Exkursion zum Thema Ökologie des Waldes. Dazu wurde der Wildenloher Forst ganz in der Nähe von Oldenburg besucht, wo uns um neun Uhr ein freundliches Führungsteam aus Biologin, Geoökologin und FÖJlerin erwartete.

Die Unternehmung wurde in zwei Teile unterteilt, die nach Kursen getrennt in entgegengesetzter Reihenfolge absolviert wurden.

Es gab zum einem eine Führung durch verschiedene Waldgebiete (Mischwälder und Nadelwälder in Moorgebieten). Zuerst waren die Schüler beauftragt zu erzählen, was sie mit dem Wald in Verbindung setzen, warum ein Wald so wichtig ist und wie dieser geschützt werden kann. Anhand verschiedener Kärtchen konnten die Schüler im Laufe der Führung durch den Wald, verschiedene Baumarten, Sträucher, Kräuter und Moose identifizieren. Da jeder seine Karte bei Erwähnung oder Entdecken der Pflanze abgeben konnte, war sich die Führerin der vollen Aufmerksamkeit sicher. Erklärt wurde unter anderem, warum Bäume an verschiedenen Standorten besonders gut wachsen können und wie der Mensch zum Beispiel das Wachstum dieser beeinflusst. Anhand von Zeigerpflanzen, war es den Schülern ermöglicht, die Boden-, Licht-, Feuchtigkeits- und Stickstoffverhältnisse zu bestimmen. Aber auch verschiedene Tierarten, deren Lebensweisen und Nahrungsbeziehungen spielten eine Rolle bei der Exkursion. Schließlich wurde den Schülern berichtet, was ein Förster in einem Wald für Aufgaben hat und was dieser beachten muss, damit der Wald auch in Zukunft erhalten bleibt und weiterhin den Holzbedarf deckt.

Neben der Führung war es den Schülern außerdem ermöglicht, praktische Erfahrungen bei einer Art Biologenschnupperkurs zu sammeln. Auf drei Stationen aufgeteilt, konnten verschiedene Entdeckungen bei regem Mückentreiben gemacht werden.

Bei der ersten Station konnten die Schüler etwas über verschiedene Kleintiere und Destruenten in der Streuschicht und im Totholz erfahren. Gesucht und gefunden wurden zum Beispiel Saftkugler, Schnurfüßer, Asseln, Spinnen, Schnecken und weitere Kleintiere. Anhand dieser konnten Schüler verschiedene Nahrungsbeziehungen und Lebensweisen der einzelnen Tiere herausfinden und erklären.

Daraufhin lernten die Schüler bei einer weiteren Station etwas über den Waldboden und die zugehörigen Standardfaktoren kennen. Schüler konnten anhand von Bodenproben den pH-Wert im Boden messen. Verschiedene Bodenuntersuchungen führten dazu, dass Schüler sich ein Bild von den jeweiligen Bodenschichten (Streuschicht, Humusschicht und Oberer Mineralboden) machen konnten und die Bodenart bestimmen konnten. Weiterhin wurden Lichtverhältnisse anhand der Pflanzenart Wald-Zwiest bestimmt.

Eine dritte Station zeigte schließlich einen Einblick in die Vegetation, die Vielfalt verschiedener Arten und Zeigerpflanzen im Wald. In einem kleinen Waldstück beobachteten die Schüler somit die Vielfalt an verschiedenen Baum-, Strauch-, Kraut-, und Moosarten. Mit Bestimmungsbüchern wurden diese identifiziert. Besonders waren Zeigerpflanzen, mit denen die Schüler die Lichtverhältnisse, die Bodenfeuchte, den Säuregehalt und den Stickstoffgehalt des Waldstückes bestimmen konnten.

Um circa 14 Uhr rollte der mit durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit erschöpften Schülern gefüllte Bus wieder in Richtung Leer davon. Es handelte sich um einen Tag der Ökologie zum Anfassen, der viele Inhalte aus dem Biologieunterricht aufgegriffen und gut veranschaulicht hat.

 

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Die Schüler fanden verschiedene Bodenbewohner wie Spinnen, Asseln, Tausendfüßer und Saftkugler.

 

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Hier wird die Entnahme eines Bodenprofils vorbereitet.

 

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Anhand dieses Bodenprofils kann die Schichtung des Bodens und dann auch seine Beschaffenheit in den verschiedenen Tiefen bestimmt werden.

 

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Hier wird der pH-Wert des Bodens bestimmt.

 

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Die am Waldboden einfallende Lichtintensität wird gemessen und mit der Lichtintensität ohne Beschattung verglichen.

 

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Die Schüler arbeiten sich in ihre Aufträge an den einzelnen Stationen ein. 

 

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Zur Vegetationsaufnahme in einem etwa 100 qm großen Gebiet gehörte auch eine Skizze, die den Typ des Bewuchses zeigt.

 

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Während der Führung wurden viele Aspekte angesprochen und auch Fragen geklärt.

 

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Der Wald in Wildenloh ist hier ein intakter Buchen-Mischwald.

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