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Gentechnik zum Anfassen und Mitmachen: Für zwei Tage Forscher sein

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Praktikum zur Einführung in die Gentechnik dank einer hochprofessionellen Ausrüstung an Schulen möglich.

 

Was sonst alljährlich in aufwändigen Transporten von der Universität Erlangen nach Ostfriesland und an das Ubbo-Emmius-Gymnasium hergeschleppt wurde, steht jetzt direkt vor der Tür: Eine hochprofessionelle Ausrüstung für gentechnische Experimente, die durch das gemeinsame Engagement einiger Biologielehrer aus der Region mit Mitteln der EWE-Stiftung angeschafft wurde.



Und dieses Gentechnik-Labor kommt in diesem Jahr erstmalig zum Einsatz in Gymnasien in Jever, Varel und in Leer am UEG. Am vergangenen Wochenende fand das Praktikum am UEG unter der Leitung von Herrn Dr. Uwe Kühne statt.

 





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Wenn jemand mal sagt: „So was wie Gene kommen mir nicht ins Essen. Ich kaufe nur genfreies Gemüse", dann wissen alle Schüler spätestens nach der zehnten Klasse, dass so etwas gar nicht möglich ist.



Denn ohne Gene „geht gar nix". Sie steuern alle Lebensvorgänge, auch bei dem recht einfach gebauten und harmlosen Bakterium Escherichia coli, das von den Schülern in ihrem zweitätigen Praktikum intensiv eingesetzt wurde.


















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Zunächst einmal mussten die Lernenden hierfür das Genmaterial in vielen aufwändigen Schritten aus den Bakterienzellen „herausziehen", isolieren und sichtbar machen.



Schülerzitat: "Toll war, dass wir alles selber machen konnten".















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Und dann wurde zur Realität, was sonst nur Theorie bleibt: Die Ausstattung von Organismen, in diesem Fall Bakterien, mit Genen, die sie vorher nicht hatten. Auch der Nachweis, dass das Experiment gelungen ist, und die Bakterien tatsächlich nun etwas anders "funktionieren" als vorher, konnte praktisch nachgewiesen werden.

Nach einem ähnlichen Prinzip werden übrigens auch Pflanzen gentechnisch verändert.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Durchführung an diesem recht anspruchsvollen Praktikum ist sicherlich ein gutes molekularbiologisches Grundwissen und vor allen Dingen das Interesse an der kniffligen Laborarbeit mit kleinsten Mengen.











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Und trotz der Wochenendtermine (Freitag - Samstag) wurde mit großer Begeisterung gearbeitet. Die beteiligten Schüler des UEG haben damit ein Wissen erworben, mit dem sie fachlich noch kompetenter an aktuellen Gentechnikdiskussionen teilnehmen können und waren sich alle einig:

  "Eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. - Jetzt haben wir viel mehr verstanden, wie Gentechnik funktioniert. - Schule, die Spaß macht."











Bildbearbeitung: Bent-Niklas Brandt
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