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ENGLISCH am Ubbo-Emmius-Gymnasium

 

  Überblick (wird derzeit überarbeitet)

1. Lernmittel
2.

Hauscurriculum 5-10

3.

Leistungsmessung und Leistungsbewertung

4.

Klassenarbeiten und Klausuren

5.

Englisch als Schulfach

6.

Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Englisch

UEG-Schüleraustauschfahrt nach Bristol

Fast fünf Monate waren vergangen, als sich 12 Schülerinnen und 7 Schüler des Ubbo-Emmius Gymnasiums, begleitet von Frau Neubert und Frau Waalkens, vom 13. bis zum 22. März aufmachten, ihre Austauschpartner an der Redland Green School in Bristol zu besuchen.

Die Busreise begann frühmorgens um fünf Uhr am UEG und führte bei herrlichem Sonnenschein und ohne Zwischenfälle durch die Niederlande, Belgien, Frankreich, wo sie die Fähre von Calais nach Dover nahmen, bis weit hinter London. Doch dort kam der Verkehr auf der Autobahn M4 zum Erliegen und so musste das Willkommensbuffet, mit dem die Schüler und Eltern die Leeraner in Bristol erwarteten, ganze drei Stunden warten. Umso herzlicher fiel die Begrüßung aus und es war, als wären die Engländer erst gestern aus Ostfriesland abgereist. Ans Essen war kaum noch zu denken, denn so viel hatte man zwischen den zahlreichen Umarmungen zu besprechen.

Das erste Wochenende wurde in den Gastfamilien ganz unterschiedlich gestaltet: Bei Erkundungen der Stadt Bristol, Ausflügen nach London oder einer Grubeneinfahrt ins Big Pit, dem nationalen Kohlebergwerksmuseum im nahen Wales, gab es vieles zu entdecken.

Am darauffolgenden Montag wurde es jedoch ernst und die Leeraner SchülerInnen fanden sich in Schuluniform in der Redland Green Secondary School in ihren Mentor Groups zur Anwesenheitsüberprüfung ein. Alle da? – Gut, dann konnte erst einmal die erst 2006 gegründete (und erbaute) Schule kennengerlernt werden. Neben modernen Klassenräumen mit interaktiven Whiteboards gibt es eine Mensa samt Theaterbühne, mehrere Computerräume, zwei Bibliotheken, den „Hub“ und die „Vista“ - letztere mit eindrucksvollem Blick über die Stadt - eine begrünte Dachterrasse, gut ausgestatte Kunst- und Werkräume, eine Schulradiostation in der bspw. auch Interviews mit den Austauschschülern durchgeführt wurden, und, und, und.

Die UEGler besuchten gemeinsam mit ihren Austauschpartnern den Unterricht und stellten unter anderem fest, dass in England ein Klassenraum einem Lehrer zugeordnet ist, was eine Menge an Raumwechseln für die Schüler zur Folge hat, deren normaler Schultag bis 15:05 Uhr dauert.

Am Dienstag, den 17. März besuchten die Schülerinnen und Schüler die Stadt Bath, welche berühmt ist für ihre römischen Bäder. Diese wurden ab dem Jahr 43 n. Chr. von den Römern aus heißen Quellen entwickelt. Die Römer nannten den Ort „Aquae Sulis“ nach der Sonnen- und Heil-Gottheit der britannischen Kelten. Seit der Zeit der Königin Elisabeth I. entwickelte sich Bath immer mehr zum Kurort der wohlhabenden Bevölkerung. Daher gibt es noch heute viele historische Gebäude zu sehen. Ebenso zeigt das Fashion Museum entsprechend Mode vom frühen 17. Jahrhundert bis hin zu Modellen von Mary Quant, Twiggy sowie bspw. Alexander McQueen und Versace.

Nachdem der Mittwoch dem weiteren Kennenlernen des Schulalltags galt und am Nachmittag eine Runde der typisch englischen Sportart Rounders ausprobiert wurde, durften die Leeraner am Donnerstag die Stadt Bristol zu Fuß erkunden.

Mit knapp 500.000 Einwohnern ist Bristol die sechstgrößte Stadt Englands. Die Stadt Brycgstow (Altenglisch: der Ort an der Brücke) existierte bereits zu Beginn des 11. Jahrhunderts und war 1497 der Ausgangspunkt von John Cabots Erkundungsreise nach Nordamerika. Cabot war Italiener, der unter englischer Flagge fuhr und an den noch heute der 1890 errichtete Cabot Tower erinnert, den viele SchülerInnen erklommen, um die Aussicht über die Stadt zu genießen. Von hier ist unter anderem das Wahrzeichen der Stadt, die Clifton Suspension Bridge zu sehen, eine Hängebrücke des Ingenieurs Isambard Kingdom Brunel, die 1864 in Betrieb genommen wurde.

Mit der Errichtung der englischen Kolonien in Amerika im 17. Jahrhundert wurde Bristol das Zentrum des Sklavenhandels. Von 1700 bis 1807 wurde der Hafen von über 2000 Sklavenschiffen angefahren, die über eine halbe Million Menschen von Afrika nach Amerika verschleppten. Diese dunkle Vergangenheit der Stadt, über die man sich im M-Shed-Museum informierte, verhalf Bristol zu großem Reichtum, sodass das Stadtbild bis heute von vielen herrschaftlichen Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert geprägt wird.

Neben einer kurzen Fährfahrt durch das Hafenbecken, einer Stipvisite bei Aardman Animation, der kreativen Geburtsstätte von Shaun the Sheep und Wallace and Gromit, und dem Besuch des Bristol Museum & Art Gallery, war auch Freizeit eingeplant. In Erinnerung bleibt den Ostfriesen, die an die flache Ebene gewöhnt sind, sicherlich der mehrstündige Fußmarsch durch die steilen Straßen der hügeligen Stadt.

Am Abend gab es an der Redland Green Secondary School eine unvergessliche Aufführung des Musicals Sweeny Todd. Sweeny Todd ist die Geschichte eines fiktiven Serienmörders im London des 19. Jahrhunderts. Der Barbier besaß einen Laden in der Fleet Street und stutzte nicht nur Bärte, sondern tötete viele seiner Kunden und gab die Leichen an den anliegenden Pie Shop (Pasteten-Laden) weiter - eine schaurig-schöne Geschichte der eigentlich ein Liebesthema zugrunde liegt, beeindruckend professionell gespielt und gesungen von SchülerInnen der Redland Green School.

Am Freitag konnte nochmals der englische Schulalltag erlebt werden bevor sich am Abend alle zu einem Abschlussessen im ZaZaBazar, einem riesigen Restaurant im Stadtzentrum, trafen. Jeder konnte aus einer scheinbar endlosen Zahl an internationalen Buffets Gerichte wählen und schließlich mit Früchten, Reispudding, Eiscreme, Marshmallows, Torte oder Petit Fours ganz nach Belieben abschließen.

Nach diesem Festmahl verging der Samstag in den Gastfamilien viel zu schnell, sodass es am Sonntagmorgen einen bewegenden Abschied an der Redland Green School gab.

Zwischen vielen Austauschpartnern wird der Kontakt sicherlich bestehen bleiben und einige haben Freundschaften für’s Leben geschlossen, sodass bereits weitere Besuche geplant sind.

Dass nicht zuletzt der englische Kollege, Paul Norris, mit seinem Organisationstalent den Schülerinnen und Schülern beider Schulen eine unvergessliche Zeit bereitet hat, ist aus dem Tweet von Kisten Schüür zu erahnen, die da schreibt: #some of the best weeks of my life #cakefornorris.

Thank you and see you soon!

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