Das UEG war mit vier Projekten beim Wettbewerb "Jugend forscht" erfolgreich!
Ellianora, Ben und Jonas haben sich durch das Erreichen des 1. Platzes für den Landeswettbewerb in Clausthal-Zellerfeld von 16.-18.3. qualifiziert.








Die Teilnehmenden verfassten eine Übersicht über ihre Projekte:
1. Fachgebiet Biologie: 1. Platz und regionaler Sonderpreis für Medizin: Ben Schüler (ehemaliger Schüler; Ich bin hier noch Betreuerin) und Jonas Knaup: Organmassenproduktion?! HLA-Silencing von de- und rezellularisierten Organen
Projektüberblick: Wir führen unser Projekt aus dem Vorjahr: Organe Recyclen?! De- und Rezellularisierung von Organen fort, welches ausschließlich im Chemieraum der Schule durchgeführt wurde. Die Forschung wird im Labor erweitert, was ganz neue Möglichkeiten der Analytik und Realisation weiterer Ideen ermöglicht. Die Essenz des Projekts ist die Herstellung von ECM-Scaffolds durch die Dezellularisierung von Leber- und/oder Pflanzengewebe mittels Detergenzien und deren Rezellularisierung mit neuen Zellen. Dadurch soll ermöglicht werden, künstlich Organe im Labor herzustellen. Ein ganz neuer Ansatz um den das Projekt ergänzt wird ist das HLA-Silencing durch genetische Modifikation der Zellen, die für die Rezellularisierung verwendet werden. Dies würde ermöglichen empfängerunspezifische Organe herzustellen, die keine Immunreaktion hervorrufen. Genannte Prozesse sollen optimiert und hergestellte Scaffolds und Organoide auf ihre Qualität, Funktion und Silencing-Grad etc. getestet werden.
2. Fachgebiet Chemie: 1. Platz und regionaler Sonderpreis der „Naturforschenden Gesellschaft zu Emden“ für ein herausragendes Forschungsprojekt erreicht von Ellianora Tkalenko: Elektroflotation gegen Mikroplastik
Das Ziel des Projekts ist es, mithilfe einer selbst entwickelten Anlage durch Elektroflotation die Filtration von Mikroplastik aus dem Wasser zu optimieren und wissenschaftlich zu untersuchen. Dazu werden verschiedene Wasserproben mit Mikroplastik versetzt und anschließend filtriert. Zusätzlich wird der Einfluss des pH-Werts auf die Ergebnisse und damit auf die Effizienz der Methode untersucht. Für die Versuche werden farbige Kunststoffpulver unterschiedlicher Kunststoffarten wie PE, PET und PS verwendet. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt vermutlich mithilfe eines Mikroskops, sodass ein messbarer und vergleichbarer Nachweis der Mikroplastikpartikel möglich ist. Dieser Ansatz kann in Zukunft genutzt werden, um das Abwasser von Textilfabriken für eine erneute Verwendung aufzubereiten und zu filtern, sodass die Auswirkungen auf die Umwelt möglichst gering bleiben.
3. Fachgebiet Arbeitswelt: 2. Platz erreicht von Jana Stölken und Stefan Hein:
Entwicklung eines Pipettenreinigers für den Schulalltag
In vielen (Schul-) Laboren werden Pipetten noch von Hand mit Wasser oder Lösungsmitteln ausgespült. Das ist oft umständlich, dauert lange und verschwendet Wasser. Herkömmliche Pipettensreiniger verbrauchen viel Wasser und sind bei kleinen zu reinigenden Mengen ebenfalls nicht ressourceneffizient. In unserem Projekt möchten wir einen einfachen, praktischen, ressourcensparenden Pipettenreiniger entwickeln, der für den Einsatz im Schulalltag geeignet ist.
4. Fachgebiet Mathematik: regionaler Sonderpreis Zukunft Emden erreicht von Katrin Gronevold und John Makinson: Wahrscheinlichkeitsrechnung beim Galton-Brett
Wir bauen ein eigenes Galton-Brett und lassen viele Kugeln hindurchlaufen, um zu beobachten, wie sie sich verteilen. Unsere Versuchsdaten wollen wir dann mit unserer selbst erstellten Formel vergleichen, die erklärt, warum die Kugeln am Ende bestimmte Wege häufiger nehmen als andere. Danach vergleichen wir unsere eigene Herleitung mit einer bekannten Verteilung. Wir nutzen die Binomialverteilung. So wollen wir herausfinden, wie gut man die Theorie der Wahrscheinlichkeiten aus vielen echten Versuchen nachvollziehen kann und welche Dinge dabei stören oder das Ergebnis verändern können.