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Oratorium "Paulus"

Am 1.11.26 führte der Schulchor gemeinsam mit der Kantorei das Oratorium "Paulus" von Mendelssohn auf. Das Kourion-Orchester Münster und vier Solisten Cecilia Abu Ajamieh (Sopran), Nina Doormann (Alt), Philipp Kapeller (Tenor) und Daniel Dropulja (Bass) machten das Konzert zu einem großartigen Erlebnis.

In dem Oratorium wird die biblische Geschichte von Paulus erzählt, der als Saulus zunächst Christen verfolgt. Nachdem ihm Jesus erschienen ist, wird er kurzzeitig blind und lässt sich taufen und wird ein sehr überzeugter Anhänger Jesu. Er unternimmt etliche Missionsreisen und schreibt Briefe an seine Gemeinden, die einen Teil des Neuen Testaments bilden.

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Am Samstag konnten die beiden Chöre, das Orchester und die Solisten einmal gemeinsam proben. Für den Chor bedeutet so eine Probe mit dem Orchester immer eine große Umstellung, denn zuvor wird mit Herrn Meyer mit Klavierbegleitung geprobt. Manchmal ist man so gefangen genommen von der Musik, dass man erstmal seinen Einsatz verpasst. Aber dazu ist die Generalprobe ja da!

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Am Sonntag folgte dann die große Aufführung des Oratoriums, für das die Chöre fast 9 Monate geübt hatten. Die Große reformierte Kirche bot eine sehr schöne Kulisse für die Musik von Felix Mendelssohn. Der Chor wechselte im Stück seine Rollen und sang mal die wütende tobende Menge, die „Steiniget ihn! rief, und dann wieder innige Choräle.

Diese wechselnden Rollen erforderten nicht nur eine hohe musikalische Sicherheit, sondern auch ein gutes Verständnis für die jeweilige Situation und Aussage des Werkes. Die unterschiedlichen Charaktere mussten stimmlich und ausdrucksvoll überzeugend gestaltet werden. Die Solisten erzählten die Geschichte des Paulus in vielen Rezitativen und einigen Arien. Sie verliehen den handelnden Personen eine eigene Stimme und machten die dramatischen Ereignisse und emotionalen Wendungen der Geschichte unmittelbar erlebbar.

Diese musikalisch überzeugende Aufführung ließ eindrucksvoll erkennen, wie viel Engagement, Sorgfalt und intensive Arbeit in ihr steckten. Um die beiden Chöre zu einem Chor zu machen, hat es schon vor Wochen immer wieder gemeinsame Proben gegeben. Es erfordert von den Schülerinnen und Schülern schon sehr viel Engagement und Liebe zur Musik, so viel Zeit zu investieren, eine solches Stück einzustudieren und am Ende aufzuführen.

Es ist das besondere Verdienst von Christian Meyer, immer wieder junge Menschen für diese wunderbare Musik zu begeistern, sie an sie heranzuführen und nicht selten sogar eine echte Leidenschaft dafür zu entfachen. Natürlich darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass die Chorgemeinschaft eine ganz besondere Gemeinschaft ist.

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