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Stolpersteinverlegung

Am 15. Juni wurden in Leer 20 neue Stolpersteine verlegt. Die kleinen Messingtafeln erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden.

Ein besonderer Gast war Max Grünberg, der gemeinsam mit seiner Familie aus Israel angereist war. Sein Vater, Abraham („Albert“) Grünberg, hatte Anfang der 1930er Jahre für kurze Zeit das Ubbo-Emmius-Gymnasium besucht. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft musste er die Schule jedoch verlassen und auf die jüdische Schule wechseln.

Bereits im Vorfeld der Stolpersteinverlegung sprach Max Grünberg mit Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs über seine Erfahrungen als Sohn von Schoah-Überlebenden. Eindrücklich schilderte er, wie das Trauma seines Vaters die Familie bis heute prägt. Besonders bewegend war seine Erzählung darüber, dass sein Vater bis ins hohe Alter immer wieder vom Leeraner Gallimarkt sprach. Diese persönlichen Erinnerungen machten Geschichte für die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erfahrbar und führten zu einem offenen und berührenden Austausch.

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Im Anschluss fanden die Stolpersteinverlegungen in der Kleinen Roßbergstraße und der Bremer Straße statt. Dort wurden unter anderem Stolpersteine für die Familien Grünberg und Polak sowie für Helene Heyer verlegt. Angehörige, Vertreterinnen und Vertreter der Stadt sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Das Ubbo-Emmius-Gymnasium wurde bei der Stolpersteinverlegung durch Marieke, Timna, Corinna und Nico (Jahrgang 12) sowie Theresa und Jakob (Jahrgang 11) vertreten. Mit ihrem Engagement trugen sie dazu bei, die Erinnerung an die Schicksale der Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten und ein Zeichen für Verantwortung, Menschlichkeit und Demokratie zu setzen.

 

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